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Kurs VTA VTA-Seminar

 

Das eintägige Seminar, nach den Originalkursen von Professor Claus Mattheck, bietet eine praxisnahe Einführung in Baumkontrollen mit VTA (Visual Tree Assessment).

Die VTA-Methode (Visual Tree Assessment) wurde von Professor Claus Mattheck, Forscher für Biomechanik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), entwickelt. Sie ist weltweit anerkannt, basiert auf den Gesetzen der Mechanik und Werkstoffkunde. Sie ist die Grundlage zahlreicher Gerichtsentscheide sowie Dienstvorschrift mehrerer Forst- und Grünflächenverwaltungen in Europa und anderen Ländern der Welt. Die VTA-Methode ermöglicht es, Versagenssignale in der «Körpersprache der Bäume» zu deuten und erlaubt somit nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen.

Ferdinand Oberer ist Forstingenieur und hat einen Bachelor-Abschluss in Mathematik. Seit über zwanzig Jahren arbeitet er in Frankreich und in der Schweiz in den Bereichen Waldbewirtschaftung, Umwelt und Stadtbäume. Dabei war er für Ingenieurbüros, staatliche Behörden sowie die Stadt Strassburg tätig und befasste sich insbesondere mit der Bewirtschaftung städtischer Baumbestände und Bäumen entlang von Infrastrukturbauten. Heute arbeitet er in einem Ingenieurbüro. Er verfügt über eine von Professor Claus Mattheck erteilte Lehrbefugnis für die VTA-Methode, die es ihm erlaubt, Schulungen auf der Grundlage der Originalkurse durchzuführen.

Die Schulung verbindet Präsentationen im Seminarraum mit praktischen Übungen auf einem Lehrpfad im Wald. Die Teilnehmenden analysieren reale Bäume mit verschiedenen Symptomen unter Anleitung des Referenten.

Grundlagen
Grundsätze und VTA-Flussdiagramm, Baumwachstum, Axiom der konstanten Spannung, wichtige Grundlagen der Mechanik, Werkstoff Holz und Holzfäule, Matthecks Denkwerkzeuge.

VTA-Symptome, teilweise im Wald
Einführung in die VTA-Defektsymptome:  schlanke, hohle und schiefstehende Bäume, Risse, Höhlungen, Wulstbildungen, Astanbindung und Zwiesel, Bruchkriterien für Stamm und Äste, mechanisch belasteter Wurzelraum und Verankerung, Pilzfruchtkörper, etc.

Eingehende Untersuchung
Diagnosegeräte und ihre Grenzen: Schonhammer, Stahlspiess, Schalltomographie, Resistograph (RESI von IML), Zuwachsbohrer und Fractometer II.

Visuelle Defektsymptome erkennen und interpretieren
Mit Geräten für die eingehende Untersuchung Defektsymptome bestätigen und vermessen
Die Grenzen der Geräte beurteilen
Versagenskriterien zur Vorhersehbarkeit von Versagen nutzen
Entscheidungen nachvollziehbar und rechtssicher begründen

Das Seminar richtet sich an Berufseinsteigende, an Verantwortliche für Baumbestände sowie an erfahrene Baumfachleute, die ihr Wissen auffrischen, strukturieren und vertiefen wollen:

Revierförster:innen und Forstbetriebsleitende
Verwaltende von städtischen Grünanlagen und Bäumen
Infrastrukturbetreibende (Eisenbahn, Strassen, Stromversorgung)
Baumkontrolleure und Baumsachverständige

Vorkenntnisse sind keine erforderlich.

08.04.2027, 09:00 – 17:00 Uhr

Bildungszentrum Wald Lyss
Hardernstrasse 20
3250 Lyss

CHF 450.00 (inkl. Mittagessen und Seminarunterlagen)

Max. 20 Personen (der Kurs findet statt, wenn sich mindestens 12 Teilnehmende angemeldet haben)

Wetterfeste Kleidung und falls vorhanden Feldstecher

Reto Rescalli
rescalli@bzwlyss.ch

Melden Sie sich hier für den Kurs an.

Anmeldung VTA-Seminar